NRV Outdoor – Wandern auf dem Gendarmenstien am 17./18.09.2016

Ein Bericht von Lars Werner, Richter am Landessozialgericht in Schleswig

Die NRV – Segeltouren auf der Pegasus sind ja bereits legendär, 2016 kam ein weiteres Outdoor-Event hinzu. Wir waren auf dem Gedarmenstien wandern.

Der Gendarmenstien ist ein insgesamt etwa 75 km langer Wanderweg in Dänemark, der überwiegend direkt an der Nordküste der Flensburger Förde entlangführt. Seinen Namen verdankt er der früheren Nutzung als Patrouilliepfad durch dänische Grenzschützer bis in die 1950er Jahre.

Die ganzen 75 km erschienen uns für ein Wochenende dann doch etwas ambitioniert, aber 45 km auf 2 Tage verteilt, das war zu schaffen. Und so trafen sich am Morgen des 17. September direkt hinter der Grenze in Krusau 13 mit leichtem Gepäck und Proviant ausgestattete Richterinnen und Richter zum gemeinsamen Wandern. Das Wetter sollte es gut mit uns meinen. Erfreulicherweise waren die Temperaturen nicht mehr ganz so hochsommerlich, wie noch in der Woche davor, denn bei 30 Grad im Schatten wandert es sich nicht so ausdauernd. Mit Regen oder Sturm sollten wir aber auch nicht belästigt werden, vielmehr konnten wir die malerische Fördelandschaft bei herrlichstem Spätsommerwetter genießen.

Der erste Teil des Weges durch den Kollunder Wald war von für nördliche Verhältnisse überraschend vielen Steigungen gekennzeichnet. Da kam die Hot-Dog Pause in Sonderhav beim Kultimbiss „Annies Kiosk“ gerade recht. Einige Kolleg*innen konnten sich hier auch davon überzeugen, dass das Adjektiv „klein“ in Dänemark ziemlich euphemistisch verwandt wird, wenn es um Eisportionen geht. Weiter ging es über Strand-, Feld- und Waldwege entlang der Fördeküste. Unterschiedliche Wandervorerfahrungen der Teilnehmer*innen und auch unterschiedliche Vorstellungen von einer angemessenen Gehgeschwindigkeit wurden jetzt erkennbar. Zum offenen Konflikt kam es aber nicht und letzlich kamen wir in gemütlicher bis sportlicher Wandergechwindigkeit am späten Nachmittag in der Ortschaft Grasten am Egernsund an. Hier haben wir nach einem „hyggeligen“ gemeinsamen Abend bei Pizza und Øl in zwei Bed&Breakfast Pensionen die Nacht verbracht.

Ausgeschlafen und nach reichlichem Frühstück gestärkt ging es am Sonntag morgen weiter in Richtung der Halbinsel Broager. Nachdem wir die Marina von Rendbjerg, ein Ziegeleimuseum und den Ort Broager hinter uns gelassen hatten, konnten wir gegen Mittag in Brunsnaes direkt am Strand mit Blick auf die gegenüber liegende deutsche Halbinsel Holnis eine wohlverdiente Pause machen, die auch zum Baden genutzt wurde. Auf der letzten Etappe entfernten wir uns zeitweise zwar landeinwärts etwas vom Strand, behielten die Förde aber immer im Blick und kehrten schließlich kurz vor unserem Zielpunkt in Kragesand an der Südspitze der Halbinsel an das Ufer zurück.

Etwas Muskelkater in den Waden hatten wohl die Meisten am Montag zu beklagen, gleichwohl war die Tour auch für ungeübte Wander*innen gut zu bewältigen und hat auch allen großen Spaß gemacht. Weitere Outdoor Aktivitäten der NRV in den nächsten Jahren, etwa eine Paddeltour und eine Fahrradtour, sind angedacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *